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Le moment est venu de confronter le grand public à un important artiste de notre époque.

"Il est vrai que je n'ai jamais travaillé en vue d'obtenir un grand prix à une biennale de Venise quelconque,
mais bien plutôt pour mériter 10 ans de prison..."
Clovis Trouille

Als Emblemfigur der französischen Belle Epoque und Breton und Dali nahestehender Nonkonformist hat Clovis Trouille mit seinem wild sinnenfreudigen Werk die Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts mitgeprägt. Die freche Erotik, der Antiklerikalismus und Antimilitarismus in seinen Bildern haben ihm die schmollende Abwendung der Kunstkritiker und den Bannstrahl einer Bourgoisie eingetragen, deren heuchlerische Moral und religiösen Schwindel ihrer Pfaffen er aufs heftigste bekämpfte.

Als Clovis Trouille "mit ingrimmigem Blick und wut- und hasserfülltem Herzen" aus dem Ersten Weltkrieg zurückkehrt, entsteht unter dem Eindruck der Kriegserlebnisse das Bild "Remembrance". Dieses Werk, das 1930 auf der "Ausstellung der revolutionären Künstler und Schriftsteller" gezeigt wurde, beeindruckte Dali durch eine bisher nie dagewesene Darstellung von Gewalt und verschaffte ihm den Zugang zur surrealistischen Bewegung.

Der in keine Kategorie passende Einzelgänger nahm eher Skandale in Kauf, als dass er seine künstlerischen Ideen dem Zeitgeist einer Epoche oder einer Schule geopfert hätte. Er distanzierte sich auch von den Surrealisten, deren Verachtung gegenüber den alten Meistern er nicht teilte. Clovis Trouille bekannte sich vielmehr zum Erbe der grossen Renaissancemaler, die er einst auf der Kunstakademie von Amiens studiert hatte Trotz dieses Einflusses wird er auf Grund seiner quasi systematischen Verwendung von Fotos und der Collagetechnik von manchen als einer der Vorläufer der Pop Art angesehen

Am Ende seines Lebens konnte Clovis Trouille mit seinem Bild "Oh! Calcutta! Calcutta!" einen gewissen Erfolg verzeichnen. Der Titel des Bildes wurde für das 1969 von Kenneth Tynan am Broadway geschriebene Sex-musical übernommen, an welchem unter anderem Samuel Beckett als Librettist und John Lennon als Musiker mitgewirkt haben.

über die gewagte Thematik hinaus hat sich das subversive Werk Clovis Trouilles durch seinen Ideenreichtum, seine grandiosen Traumwelten und seine aussergewöhnliche Farbgestaltung seinen Platz in der Kunstgeschichte erobern können.
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